Interaktion mit virtuellen Agenten? Zur Aneignung eines ungewohnten Artefakts

Publikation: Bog/antologi/afhandling/rapportBogForskningpeer review

Abstrakt

Diese empirische Studie untersucht den Austausch zwischen Menschen und virtuellen Agenten aus soziologischer Perspektive. Virtuelle Agenten sind verkörperte Softwareprogramme, die wie Menschen kommunizieren sollen. Während die Programmentwickler von einer ‚Interaktion’ zwischen Menschen und Agenten sprechen, schließt der soziologische Interaktionsbegriff nichtmenschliche Gesprächspartner aus. Es stellt sich daher die Frage, mit welchen Konzepten die Soziologie dieses neue Phänomen fassen kann. Vor dem Hintergrund der techniksoziologischen Debatte um die Handlungsträgerschaft von Artefakten werden die Zuschreibungspraktiken analysiert, die im Austausch zwischen Menschen und Agenten beobachtbar sind. Wird der Agent im Austausch als sozialer Akteur konzeptionalisiert? Behandeln Mensch und Agent den Austausch als Interaktion? Auf der Basis einer konversationsanalytischen Interpretation von Videoaufnahmen werden die besonderen Qualitäten des hybriden Austauschs aufgezeigt. Charakteristisch für den Austausch ist seine spezifische ‚So-Tun-als-ob’-Rahmung, innerhalb derer ähnlich wie in zwischenmenschlicher Kommunikation Interaktionsrituale zu beobachten sind.
Bidragets oversatte titelInteracting with virtual agents?
OriginalsprogTysk
UdgivelsesstedStuttgart
ForlagLucius & Lucius
StatusUdgivet - 2010

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