"Kilder til æstetisk nydelse og forædlende erkendelse": Om naturopfattelsen i Ernst Haeckels Kunstformen der Natur

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Resumé

Ernst Haeckel war nicht nur einer der bedeutendsten Zoologen, sondern auch ein begabter Maler und Zeichner. Die Bildtafeln in seinen Kunstformen der Natur führen die überwältigende Formenvielfalt und ornamentelle Schönheit von maritimen Lebewesen wie Radiolarien, Medusen und Korallen vor Augen. Dabei ist die dargestellte Natur als solche oftmals nicht erkennbar, vielmehr provoziert Haeckel durch verschiedene Techniken der Stilisierung einen Wiedererkennungswert des Natürlichen als Kunstform und zeichnet ein dem ästhetischen Empfinden des Jugendstils entsprechendes, modisches Naturbild. Indem Haeckel einen „Anschauungsraum ‚Natur’“ entwirft, repräsentiert er womöglich eine zweite wesentliche Traditionslinie des modernen Naturverständnisses (Olaf Breidbach) und eine Alternative zur Zerlegung der Welt in empirische Daten und mathematische Formeln. Haeckels ganzheitliche Wissenschaftsmethode erscheint lehrreich im Lichte neuerlicher Versuche, die „anthropische Denkform der Moderne“ (Wolfgang Welsch) zu überwinden.
Bidragets oversatte titel"Kilder til æstetisk nydelse og forædlende erkendelse": Om naturopfattelsen i Ernst Haeckels Kunstformen der Natur
OriginalsprogTysk
TitelNatur und Moderne um 1900 : Räume, Repräsentationen, Medien
RedaktørerAdam Paulsen, Anna Sandberg
Antal sider17
Udgivelses stedBielefeld
ForlagTranscript Verlag
Publikationsdato2013
Sider247-263
ISBN (Trykt)978-3-8376-2262-1
StatusUdgivet - 2013
NavnEdition Kulturwissenschaft
Vol/bind23

Emneord

  • kultur, natur, moderne, naturvidenskab, Ernst Haeckel

Citer dette

Gebauer, M. (2013). "Quellen ästhetischen Genusses und veredelnder Erkenntnis": Zur Naturauffassung in Ernst Haeckels Kunstformen der Natur. I A. Paulsen, & A. Sandberg (red.), Natur und Moderne um 1900: Räume, Repräsentationen, Medien (s. 247-263). Bielefeld: Transcript Verlag. Edition Kulturwissenschaft, Bind. 23
Gebauer, Mirjam. / "Quellen ästhetischen Genusses und veredelnder Erkenntnis" : Zur Naturauffassung in Ernst Haeckels Kunstformen der Natur. Natur und Moderne um 1900: Räume, Repräsentationen, Medien. red. / Adam Paulsen ; Anna Sandberg. Bielefeld : Transcript Verlag, 2013. s. 247-263 (Edition Kulturwissenschaft, Bind 23).
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"Quellen ästhetischen Genusses und veredelnder Erkenntnis" : Zur Naturauffassung in Ernst Haeckels Kunstformen der Natur. / Gebauer, Mirjam.

Natur und Moderne um 1900: Räume, Repräsentationen, Medien. red. / Adam Paulsen; Anna Sandberg. Bielefeld : Transcript Verlag, 2013. s. 247-263.

Publikation: Bidrag til bog/antologi/rapport/konference proceedingBidrag til bog/antologiForskningpeer review

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T1 - "Quellen ästhetischen Genusses und veredelnder Erkenntnis"

T2 - Zur Naturauffassung in Ernst Haeckels Kunstformen der Natur

AU - Gebauer, Mirjam

PY - 2013

Y1 - 2013

N2 - Ernst Haeckel war nicht nur einer der bedeutendsten Zoologen, sondern auch ein begabter Maler und Zeichner. Die Bildtafeln in seinen Kunstformen der Natur führen die überwältigende Formenvielfalt und ornamentelle Schönheit von maritimen Lebewesen wie Radiolarien, Medusen und Korallen vor Augen. Dabei ist die dargestellte Natur als solche oftmals nicht erkennbar, vielmehr provoziert Haeckel durch verschiedene Techniken der Stilisierung einen Wiedererkennungswert des Natürlichen als Kunstform und zeichnet ein dem ästhetischen Empfinden des Jugendstils entsprechendes, modisches Naturbild. Indem Haeckel einen „Anschauungsraum ‚Natur’“ entwirft, repräsentiert er womöglich eine zweite wesentliche Traditionslinie des modernen Naturverständnisses (Olaf Breidbach) und eine Alternative zur Zerlegung der Welt in empirische Daten und mathematische Formeln. Haeckels ganzheitliche Wissenschaftsmethode erscheint lehrreich im Lichte neuerlicher Versuche, die „anthropische Denkform der Moderne“ (Wolfgang Welsch) zu überwinden.

AB - Ernst Haeckel war nicht nur einer der bedeutendsten Zoologen, sondern auch ein begabter Maler und Zeichner. Die Bildtafeln in seinen Kunstformen der Natur führen die überwältigende Formenvielfalt und ornamentelle Schönheit von maritimen Lebewesen wie Radiolarien, Medusen und Korallen vor Augen. Dabei ist die dargestellte Natur als solche oftmals nicht erkennbar, vielmehr provoziert Haeckel durch verschiedene Techniken der Stilisierung einen Wiedererkennungswert des Natürlichen als Kunstform und zeichnet ein dem ästhetischen Empfinden des Jugendstils entsprechendes, modisches Naturbild. Indem Haeckel einen „Anschauungsraum ‚Natur’“ entwirft, repräsentiert er womöglich eine zweite wesentliche Traditionslinie des modernen Naturverständnisses (Olaf Breidbach) und eine Alternative zur Zerlegung der Welt in empirische Daten und mathematische Formeln. Haeckels ganzheitliche Wissenschaftsmethode erscheint lehrreich im Lichte neuerlicher Versuche, die „anthropische Denkform der Moderne“ (Wolfgang Welsch) zu überwinden.

KW - kultur, natur, moderne, naturvidenskab, Ernst Haeckel

M3 - Bidrag til bog/antologi

SN - 978-3-8376-2262-1

SP - 247

EP - 263

BT - Natur und Moderne um 1900

A2 - Paulsen, Adam

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PB - Transcript Verlag

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Gebauer M. "Quellen ästhetischen Genusses und veredelnder Erkenntnis": Zur Naturauffassung in Ernst Haeckels Kunstformen der Natur. I Paulsen A, Sandberg A, red., Natur und Moderne um 1900: Räume, Repräsentationen, Medien. Bielefeld: Transcript Verlag. 2013. s. 247-263. (Edition Kulturwissenschaft, Bind 23).